RKI veröffentlicht App

 RKI veröffentlicht App

Am Dienstag veröffentlichte das Robert-Koch-Institut eine erste App im Kampf gegen das Coronavirus. Es handelt sich um eine App zur freiwilligen Datenspende von Aktivitätsdaten, welche über Laufuhren und Smartwatches gesammelt werden.

In der Pressekonferenz am Dienstag rief Prof. Dr. Lothar H. Wieler alle Bürger, die eine Smartwatch, Laufuhr oder ein Fitnessarmband tragen, ihre Daten dem Robert-Koch-Institut zur Verfügung zu stellen. Für diesen Zweck hat das RKI eine App entwickeln lassen. Die App nennt sich Corona Datenspende und kann über die Webseite www.corona-datenspende.de bezogen werden.

Mithilfe der übermittelten Daten möchte das RKI die Dunkelziffer an COVID-19 (Corona) erkrankten feststellen. Nach dem Prinzip, das bei vergangenen Virenbekämpfungen in den USA schon funktioniert hat, versucht das RKI über Veränderungen an den Vitaldaten, die Infizierten zu erkennen.

Folgende Daten werden übermittelt

  • Postleitzahl muss selber eingegeben werden
  • Körperdaten
    • Geschlecht einmalig
    • Alter einmalig
    • Größe einmalig (+/- 5 cm)
    • Gewicht einmalig (+/- 5 kg)
  • Vitaldaten
    • Aktivitätsdaten
    • Schlafdaten
    • Pulsschlag
    • Körpertemperatur (sofern diese aufgezeichnet werden)

Wie wird die App installiert

  1. Man lädt sich die Corona-Datenspende App aus den App-Stores herunter.
  2. Öffnen und der Datenspende zustimmen
  3. Postleitzahl eingeben
  4. Mit dem Dienst der Fitnessuhr verbinden
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Was mache ich, wenn ich mehrere Uhren nutze?

Einige Läufer nutzen mehrere Uhren, wie zum Beispiel eine Laufuhr um die sportlichen Aktivitäten aufzunehmen. Sowie eine Smartwatch für die Tagesaktivitäten. Aus diesem Grund habe ich beim RKI nachgefragt, welche Daten wichtiger sind.

Bezugnehmend auf Ihre Frage, welche Daten für uns aussagekräftiger sind, kann ich Ihnen mitteilen:
Die grippeähnlichen Symptome zeigen sich in Veränderungen in verschiedenen Vitalparametern Tag für Tag. Nur wenn genügend historische Daten zur Verfügung stehen, lässt sich eine mögliche Entwicklung von Symptomen erkennen. Vor allem in Ruhephasen, z.B. beim Schlafen, zeigen sich die Unterschiede in den gemessenen Parametern besonders deutlich. Daher empfehlen wir die Verknüpfung Ihres „Alltags-Armbands“ mit der Datenspende-App.

E-Mail Antwort des Robert-Koch-Institutes vom 07.04.2020

Die übermittelten Daten werden nicht anonymisiert, aber immerhin pseudonymisiert. Damit ist eine direkte Zuordnung zu einer Person nicht möglich. Um die Daten zurückverfolgen zu können, müsstet ihr eurer Pseudonym bekannt geben.

Wenn du noch eine passende Laufuhr benötigst, hier findest die aktuellen Modelle.

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